Die Geschichte von Marvin’s Heuhof
Die Wurzeln von meinem Hof liegen schon einige Generationen zurück. Drei Generationen lange wurde der Hof im nordhessischen Trendelburg-Langenthal als Vollerwerbshof geführt. Mittlerweile reicht die Größe des Hofs nicht mehr aus, um davon Leben zu können. Daher hat sich die Frage gestellt, wie es mit dem Hof weitergeht. Eine solch lange Familientradition wollte ich nicht aufgeben und daher habe ich nach Lösungen geschaut, die die Familientradition fortführen, sich mit einem Vollzeitjob vereinbaren lassen und die im Einklang mit einer nachhaltigen Bewirtschaftung sind. Die Wahl ist dann auf die Bewirtschaftung von Grünlandflächen mit der Spezialisierung auf zuckerarmes Heu gefallen. Das entscheidende Glied zwischen Tradition, nachhaltige Bewirtschaftung und nicht zu ausufernden Arbeitsaufwand ist die späte Mahd. Eine späte Mahd für ist für zuckerarmes Heu ganz entscheidend, da nur so ein hoher Rohfasergehalt erreicht werden kann, der wiederum eine Bindung von Zucker im Heu reduziert. Bis Anfang Juli haben Insekten somit naturbelassene Rückzugsorte und auch junge Wildtiere sind zu diesem Zeitpunkt so alt, dass der Fluchtinstinkt einsetzt und Sie nicht mehr von Arbeitsmaschinen bedroht werden. Der Verzicht auf jegliche Düngung und Spritzmittel wirkt sich ebenfalls positiv auf die Insekten- als auch der Pflanzenvielfalt aus. Diese Art der Bewirtschaftung lässt zwei Schnitte im Jahr zu, welche sich gut mit meinem Job als IT Projektmanager kombinieren lassen. Somit führe ich nun seit einigen Jahren den Hof mit dieser Spezialisierung. Im Austausch mit vielen Pferdehaltern und den eigenen Erfahrungen aus einigen Erntesaisons habe ich im Bereich der Zucker- und Staubreduzierung viel Wissen zusammengetragen. Dieses möchte ich gerne auf dieser Seite teilen und ich hoffe bei euch ebenfalls die Begeisterung für zucker- und staubarmes Heu zu wecken.
